Gar keine Frage, dass Deutschland verblödet. Den Eindruck habe ich natürlich auch. Es ist jedoch so, dass offenbar Intelligenz aber schon rein gar nichts mehr mit einem Schulabschluss zu tun hat. Die Anzahl der Abiturienten ist so hoch wie noch nie, die Unis platzen aus allen Nähten. Früher gingen nach der Grundschule von 20 Schülern vielleicht 4-5 aufs Gymnasium, heute eher 15.
Da machen heute junge Leute Abitur, bei deren Rechtschreibung man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Geographiekenntnisse sind derart schwach ausgeprägt, dass mir das kalte Grausen kommt. Allgemeinbildung existiert kaum mehr. Wie solche Schüler mathematische Gleichungen lösen können, an denen ich regelmäßig gescheitert bin, will mir nicht in den Kopf.
Die Bildungspolitik mag verfehlt sein, aber war sie früher besser? Das kann unmöglich der Hauptgrund dafür sein. Das Schulsystem in den 50er und 60er Jahren war wohl kaum der Weisheit letzter Schluß, und doch hat es eine Generation hervorgebracht, die aus diesem Land eine der führenden Wirtschaftsmächte gemacht hat.
Nein, die Hauptschuld an der Misere trägt, und das hat Carrie richtig gesagt, das Fernsehen. Videospiele hatten wir früher auch, wir haben auch regelmäßig ferngesehen, aber halt nicht in der Häufigkeit, und in ganz anderer Qualität. Es gibt auch heute noch gute Programme, aber man muss danach suchen. Die Daniela Katzenbergers dieser Welt leben es ja vor. Man muss nichts können, nichts wissen und nichts leisten, um es zu etwas zu bringen. Früher wurden Menschen berühmt, weil sie etwas konnten. Heute wird jede Woche ein neuer Hampelmann zum Superstar gewählt. Dies schlägt sich dann natürlich in den Berufswünschen der Schüler nieder.
Dazu ein schönes Zitat: Fernsehen bildet. Jedesmal, wenn der Fernseher läuft, geh ich in ein anderes Zimmer und lese.
Katzen wurden in die Welt gesetzt, um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen, um den Menschen zu dienen. (Paul Gray)
vor 11 Monate veröffentlicht
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