Frosch- und Fischregen sind wirklich ein alter Hut. Nicht, dass man eine wissenschaftliche Erklärung für sie hätte, aber man kennt sie eben schon.
Doch es regnen noch ganz andere Dinge vom Himmel, die noch viel rätselhafter zu sein scheinen. Bislang konnte kein Wissenschaftler alle Unklarheiten um das seltene Wetterphänomen restlos erklären.
Zu Anfang erst mal eine kleine Liste belegter Fälle von Tierregen in der Neuzeit. Ähnliche Berichte gab es aber auch schon zu biblischen Zeiten.
- Am 24. August 1918 regnete es in Hendon, Großbritannien, 10 Minuten lang hunderte Fische; auf einer Fläche von gerade mal 30 mal 60 Metern. Alle Fische waren bereits lange vor dem Aufprall tot.
- Während eines Gewitters fielen am 20. Mai 1881 mehrere Tonnen von Uferschnecken und Einsiedlerkrebsen auf die Cromer Gardens Road, Großbritannien, und deren angrenzenden Felder nieder.
Im Dezember 1972 regnete es tausende von Fröschen über der Sahara.- Im Januar 1969 fielen in St. Mary’ City, im US-Bundesstaat Maryland, hunderte tote Enten auf die Straßen. Binnen einer Minute waren ganze Straßenzüge mit den Kadavern bedeckt.
- In Alabama kam es 1892 zu einer richtigen Sinflut von Aalen. Die Aale wurden von den Anwohnern verkauft, und mit dem, was übrig blieb, düngten die ansässigen Bauern ihre Felder.
Dies ist nur ein winziger Auszug aus der schier endlosen Liste belegter Fälle dieses seltsamen Phänomens. Bis heute ist die Ursache des Wetterphänomens ungeklärt. Natürlich gab es Versuche, das Phänomen wissenschaftlich zu erklären. Die einzig brauchbare Vermutung ist, dass die Tiere durch einen Tornado bzw. eine Wasserhose in die Höhe gesaugt werden, und dann in einiger Entfernung mit dem normalem Regen eines Gewitters wieder auf die Erde fallen. Doch dies erklärt in keinster Weise, warum in den allermeisten Fällen nur einzelne Tierarten zu Boden regnen. Hätte wirklich ein Tornado die Tiere hoch gesaugt, dann würden sich darin eine Vielzahl von verschiedenen Tierarten wiederfinden lassen, mitsamt Tonnen von Erde und Steinen. Desweiteren wurde zum Zeitpunkt eines Tierregens praktisch nie ein Tornado oder etwas Derartiges gemeldet, und Regenwolken waren meist auch keine zu sehen.
Doch das Regnen von bestimmten Tierarten ist nur die Spitze des Eisbergs. Es git bestätigte Fälle von regnenden Steinen, Salzkristallen, Kupferlegierungen, Hagel aus Natriumkarbonat und Salpetersäure; und das zu Zeiten, als es weder Umweltverschmutzung noch Industrieabfälle gab. Desweiteren fielen noch Zinkklumpen, Glasstücke, Nägel, Schrauben, Muttern, Schrotkugeln und ganze Ziegelsteine vom Himmel.
Auch bei solch anorganischem Regen tut man sich mit wissenschaftlichen Erklärungen schwer.
Gekrönt wird der anorganische Regen von den vielfarbigen, durchbohrten Glaskugeln, die in der indischen Stadt Bijori niedergingen. Dieser Regen hielt, mit Unterbrechungen, fast ein Jahrhundert an. Und dies kann man nun wirklich nicht mit einem Tornado erklären.
Aber es wird noch unerklärlicher:
- Am 8. März 1867 regnete es in Kentucky Fleischfetzen. Die einzelnen Stücke hatten die Form von Würfeln mit einer Kantenlänge von acht bis zehn Zentimetern; und waren frisch wie vom Metzger. Ein Wissenschaftler vor Ort probierte kurzerhand ein Stückchen davon, und emfand es als wohlschmeckend.
- In Bath County bedeckten am 3. März 1876 unzählige dünn geschnittene Streifen aus frischem Fleisch die Hügel und Felder. Viele der Fleischstreifen waren noch blutig, als sie vor mehreren Augenzeugen scheinbar aus dem Nichts herunter fielen.
- Hunderte Pfund zerschnitzelter Fleischstücke regnete es am 8. August 1869 bei Los Nietos, Karlifornien. Ihre Größe variierte von Dollarmünzen bis hin zu Handgröße.
- In Brasilien ging am 27. August 1968 ein Regen aus Fleisch und Blut nieder. Der Regen zwischen Cocpava und Sao José dos Campos bedeckte in nur fünf bis sieben Minuten eine Fläche von einem Quadratkilometer.
- Am 15. Mai 1890 regnete es in Messignadi in Kalabrien literweise Vogelblut. Die offizielle Erklärung seitens der Meteorologen besagt, dass ein Vogelschwarm von einem Sturm zerfetzt wurde. Peinlicherweise geht aus den Aufzeichnungen derselben Fachleute hervor, daß zu dieser Zeit absolute Windstille herrschte.
In keinem der erwähnten Fälle wurden je Kadaver oder Reste davon in der Landschaft gefunden. Niemand kann sich erklären, wo die vielen Fleischstückchen und das viele Blut her kommt. Und auch, wie das Fleisch in vielen Fällen so glatt und säuberlich abgeschnitten wurde, vermag niemand zu beantworten.
So absurd es auch klingen mag: Das klingt alles nach einem Schlachthaus der Götter. Doch eine wirklich wissenschaftliche Erklärung gibt es derzeit nicht. Zumindest nicht für die große Mehrzahl der dokumentierten Fälle von Tierregen.
Quellen: freenet.de, Allmystery, GeisterNet und Rätselhafte Wirklichkeiten, ISBN 3-7844-2689-1 no 74
Euer Lord Bär

Ich hab zwar schon ein Bisschen über dieses Wetter-Phänomen gehört, aber was hier steht, übertrifft alles andere. Das ist ja wirklich echt krass. Ich würd gern mal dabei sein, wenn so was in der Art passiert.