Wissenschaftler haben einen Schwamm entwickelt, der in der Lage ist, bestimmte Viren aus dem Blut zu filtern. Diese neue Methode verspricht viele Anwendungsmöglichkeiten in Heilung und Vorbeugung vor Infektionen.
Bisher war das Loswerden von Viren keine einfache Sache. Einige konnte man mit Medikamenten zwar leicht unschädlich machen; aber es gibt genügend Viren; der HI-Virus an der Spitze, die man so gut wie gar nicht aufhalten kann. Diese Viren schwächen das Imunsystem des Menschen derart, dass man an den einfachsten Krankheiten wie Erkältung sterben kann. Man kann den Virus meist nur schwächen; und somit Zeit gewinnen; eine vollkommene Heilung vom HI-Virus ist aber äußerst selten.
Doch mit der neusten Entwicklung an der Universität von Maryland wäre es nicht mehr komliziert, derartige Viren ein für alle Mal los zu werden. Der von Peter Kofinas entwickelte Virusschwamm basiert auf dem Prinzip der molekularen Prägung. Ein schwamm-ähnliches Material wird von einer Schablone zerstochen, so dass virenförmige Vertiefungen im Schwamm entstehen, in denen Viren hängen bleiben. Dieser Schwamm wird dann in ein Dialyse-Gerät eingesetzt, durch das dann das Blut des Patienten fließt.
Das einzige Problem hierbei: Jeder Virus-Typ hat eine bestimmte Form. Daher bedarf es einer Vielzahl von Schablonen, um jeden Virus rausfiltern zu können. Bisher wurde der Virusschwamm erfolgreich beim Parovirus P 19 angewand. Ein passender Schwamm für den Vogelkrippe-Virus H5N1 ist derzeit in der Entwicklung. Weitere Schwämme wie für den HI-Virus sind geplant. Auch ein universeller Filter mit vielen verschiedenen Vertiefungen, die sämtliche Viren heraus filtern können, ist denkbar.
Aber auch andere Krankheiten könnte man mit dieser Technik heilen. Denkbar wäre es, mit Hilfe solcher Schwämme überschüssige Fett- oder Zuckeranteile im Blut heraus zu filtern und den strengen Ernährungsplan von Diabetikern regulieren. Auch die Herstellung von Imprfstoffen kann durch dieses Verfahren um einiges erleichtert werden. Bisher war das Entfernen des Erregers aus dem neu entwickelten Medikament ein recht aufwändiges Verfahren. Bisher.
wissenschaft.de berichtet. no 53
Euer Lord Bär
