Die globale Erderwärmung ist in vollem Gange. Doch gleichzeitig wird die Erde auch immer dunkler.
Seit nunmehr fast 35 Jahren wird beobachtet, dass von Jahr zu Jahr immer weniger Sonnenstrahlen die Erdoberfläche erreichen. Die Intensität der Sonneneinstrahlung hat in den letzten 50 Jahren weltweit um rund 10 % abgenommen. In manchen Gebieten sogar um mehr als 30 %. Die Folgen können verheerend sein.
Das auch Global Dimming genannte Phänomen wurde erstmals von dem englischen Biologen Gerald Stanhill beobachtet. Und er war es auch, der die ersten Theorien zur Entstehung des Phänomens aufstellte. Anfänglich ging man davon aus, dass die Sonne derzeit schlichtweg weniger Energie abgibt, wie man vermuten könnte. Die abgegebene Sonnenenergie schwankt zwar immer ein Bisschen; stets in einem Zyklus von 12 Jahren. Doch die Globale Verdunklung ist nicht auf eine unvergleichbar lange niederenergetische Phase der Sonne zurückzuführen. Heute geht man davon aus, dass die Ursache für die Globale Verdunklung auch die für den Treibhauseffekt ist: die Verbrennung von fossilen Brennstoffen.
Durch diese Verbrennung entstehen einerseits Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid, die das von der Erde reflektierte Licht wieder zurück werfen, und somit dafür sorgen, dass sich die Erde langsam aufheizt. Aber durch die Verbrennung entstehen auch Aerosole – feste Partikel, die das Sonnenlicht absorbieren. Ergo könnte man annehmen, dass sich der Treibhauseffekt und die Globale Verdunklung in etwa aufheben. Tatsächlich hat die Globale Verdunklung den Treibhauseffekt in den vergangen Jahrzehnten teilweise aufgehoben. Allerdings ist dies zweifelsfrei Vergangenheit.
Die Folgen der Globalen Verdunklung sind weiterreichender, als nur einen etwas dunkleren Himmel. Die auf der Erde ankommende Sonnenstrahlung beeinflusst auch den Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Grund hierfür ist die geringere Bodentemperatur aufgrund der verminderten Sonnenstrahlenintensität. Dadurch kann weniger Wasser verdunsten; und somit auch weniger Wasser vom Himmel regnen. In Indien zum Beispiel setzt der Monsoon-Regen von Jahr zu Jahr später ein. Das hat für Mensch und Vieh fatale Folgen.
Weitere Folgen der Globalen Verdunklung sind das schnellere Absterben der Vegetation, eine zunehmende Bodenerosion und weltweite Missernten. Die Regenwälder würden austrocknen und schneller entflammen, wodurch nicht nur die Lunge der Erde immer kleiner wird, sondern auch noch mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangt, und zwar in unvorstellbaren Mengen.
Nun versuchen Wissenschaftler Mittel und Wege zu finden, um sowohl den Treibhauseffekt als auch die Globale Verdunklung aufzuheben. Keine leichte Aufgabe. Aber eine sehr wichtige! Bald ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten!
freenet.de no 52
Euer Lord Bär
