Wer sich bei einem ersten Date immer ein Bisschen schwer tut und sich nicht sicher ist, ob sein Gegenüber den Abend genießt; dem kann mit einem neuen Set, bestehend aus Messer und Gabel, geholfen werden.
Wer kennt es nicht? Das nervöse Gefühl beim ersten Date. Man will nichts falsch machen; nichts Unangebrachtes sagen. Man will wissen, ob der oder die Angebetete sich wohl fühlt. Doch fragen kann man nicht. Das könnte den schönen Abend zerstören. Und es wirkt auch irgendwie mitleiderregend. James Larson’s Erfindung könnte in solchen Situationen Abhilfe schaffen.
Seine Erfindung ist ein Besteck-Set, welches mit kleinsten Elektroden und einem Mini-Display ausgestattet ist. Das System basiert auf dem Prinzip eines Lügen-Detektors.
Die Elektroden in den Griffen von Messer und Gabel messen den elektrischen Widerstand der Haut, vergleicht diesen mit Erfahrungswerten und zeigt mit LEDs an, ob der Benutzer gestresst oder eher entspannt ist. Das System beinhaltet eine ausgeklügelte Software, die Stress (Schweiß auf der Haut, welcher den elektrischen Widerstand verringert) von übermäßigem Druck auf das Besteck (welcher ebenfalls einen geringeren Widerstand zur Folge hätte) unterscheidet. Möglich wird dies mit Drucksensoren, die parallel zu den Elektroden arbeiten.
Allerdings ist das System noch nicht marktreif. Die Kabel an dem Besteck sind alles andere als unauffällig und daher nicht wirklich für ein romantisches Candle-Light-Dinner zu gebrauchen. Zudem ist es derzeit nicht möglich, das Befinden einer Person auszuwerten, die nur mit der Gabel ißt. Bislang benötigt man zur korrekten Auswertung stets beide Besteck-Teile. Aber man darf gespannt sein, was die Zukunft mit sich bringt. Auf jeden Fall eine tolle Idee.
wissenschaft.de no 51
Euer Lord Bär
