Jeder kennt die biblische Geschichte von Noah und seiner Arche. Er bekam von Gott den Aufrag, eine Arche zu bauen, um der großen Sintflut zu entkommen. Und er nahm von jeder Tierart nur ein Paar mit auf die Reise. So weit der Mythos.
Doch ist dies nur eine Geschichte oder ist es Geschichte?
Fakt ist, dass in vielen Kulturen von einer großen Flut gesprochen wird, die unzählige Lebewesen das Leben gekostet hat. Der Zeitpunkt dieser großen Flut variiert allerdings zwischen 2.900 bis 5.500 vor unserer Zeitrechnung. Was jedoch alle Kulturen gemeinsam haben, ist die Überlieferung von einer Arche und einen Mann, der alle Tierarten in diese Arche aufnahm.
In der Bibel heißt dieser Mann Noah; im mesopotamische Gilgamesch-Epos heißt er Utnapischtim; im Koran wird von einem Nûh gesprochen und in der griechischen Mythologie wird er Deukaliongenannt genannt. Und auch auf Hawaii und in indianischen Legenden wird von einer großen Flut gesprochen, bei der nur wenige überlebt haben. Alles deutet also darauf hin, dass es wirklich eine solche große Flut gegeben hat. Aber es gibt 3 Fragen, die nach wie vor offen sind.
1. Wann fand diese Sintflut statt?
2. Was hat sie ausgelößt?
3. Gab es eine Arche? Und wenn ja, wo ist sie?
- Ähnlich wie bei dem Mythos von Atlantis oder dem Garten Eden gibt es keine verläßliche Quelle, die auf den Ort, oder wie bei der Sintflut, auf den Zeitpunkt schließen läßt, und nicht mit einer anderen Quelle im Konflikt steht.
- Bei dieser Frage macht die Wissenschaft der Bibel einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Es ist unmöglich, dass eine solch große Flut einzig und allein durch enorme Regenfälle bewirkt wird. Wenn der gesamte Wasserdampf in der Atmosphäre als Niederschlag auf die Erde fällt, so würde der Meeresspiegel um gerade einmal 2,5 cm ansteigen.
Eine andere Theorie besagt, dass ein Komet einschlug und so die gewaltige Flutwelle entstanden ist. Aber in dem Fall wäre der Meeresspiegel nicht langsam angestiegen, wie es oftmals erwähnt wird, sondern in einer mehrere hundert Meter hohen Flutwelle ausgeartet. Eine neuere Theorie geht davon aus, dass schmelzende Gletscher den Mittelmeerspiegel so stark ansteigen ließen, bis die Wassermassen schließlich zum, damals noch getrennten Schwarzen Meer durchbrachen. Aber letztendlich ist diese Theorie schwer zu beweisen. - Es sprechen einige Fakten für die Existens der Arche, aber einige auch dagegen. So ist es mehr als zweifelhaft, dass von jeder Tierart ein Paar auf der Arche Platz gefunden hatten. Nach den biblischen Beschreibungen von einer Länge von 300 Ellen, einer Breite von 50 Ellen und einer Höhe von 30 Ellen und 3 Ebenen im Innern ergibt sich eine maximale Nutzungsfläche von 9.000 m². Dies erscheint zwar viel, aber bei ca. 4 Mio Insektenarten, 10.000 Vogelarten und 5.500 Säugetierarten wird es schon sehr eng!
Und dazu kommen ja auch noch Tonnen von Wasser und Nahrungsmitteln für die jeweilige Tierart, was auch noch sehr viel Platz beansprucht.
Im Gegensatz dazu gibt es in unzähligen Mythen und Erzählungen eindeutige Hinwese auf die Existens einer Arche.
In der Bibel wird der Berg Ararat als Ankerpunkt der Arche genannt. Und auf Satelitenfotos kann man tatsächlich unter dem Gletscher etwas erkennen, dass die Überreste eines Schiffs sein könnten. Dagegen spricht aber, dass der Berg diesen Namen erst im 12. Jahrhundert bekam. Wie kann dann der Name in der Bibel vorkommen?
Aber in diesem Gebiet gibt es noch weitere “gute Kanidaten” für die Ruhestätte der Arche. Oberes Bild ist ein solcher. Man kann deutlich eine Schiffsform erkennen. Wäre denkbar, dass die Arche einst auf dieser Stelle aufsetzte, aber im Lauf der Jahrhunderte komlpett zersetzt wurde. Aber vielleicht ist es auch nur eine Felsformation, die nur zufällig in dem Gebiet entstand, wo die Archäologen die Arche vermuten.
Aber wer weiß, was in ein paar Jahren von den schmelzenden Gletschern alles wieder zum Vorschein kommt. Bis dahin heißt es wohl warten…
Macht Euch schlau. Auf freenet.de, Seemotive.de und science@home.de no 37
Euer Lord Bär
