Inmitten der Mojave Wüste findet sporalisch ein seltsames Naturspektakel statt. Zentnerschwere Felsbrocken rasen wie von Geisterhand über ein flaches Wüstengebiet. Der Ursprung dieses seltenen Phänomens ist bisher ungeklärt.
Im Death-Valley-Nationalpark, in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada, exestiert ein ausgetrocknetes Seebett, das dort Racetrack Playa genannt wird. Zu diesem untypischen Namen kam das äusserst flache Wüstengebiet durch die bis zu 800 m langen Schleifspuren der bis zu 300 kg schweren Steinbrocken, die dort ganz offentsichtlich ohne sonstige Hilfe durch die Gegend rasen.
Diese begeben sich durchscnnittlich ein mal im Jahr auf eine Wanderschaft durch das Tal des Todes. Das rätselhafte Phänomen trat in der Vergangenheit vorwiegend nachts auf. Entdeckt wurde das Wandern der Felsen 1915. Doch bisher hat niemand hat dieses Schauspiel je live miterleben können; und das Aufstellen von Kameras ist im ganzen Gebiet verboten. Man sieht nur am nächsten Morgen die hunderte Meter langen Schleifspuren der Felsen. Anhand der Schleifspuren errechneten Geologen eine Geschwindigkeit von bis zu 1 m pro Sekunde. Zur Ursache gibt es praktisch keine handfesten Informationen. Theorien gibt es dagegen zur Genüge: Aliens, Magnetismus, Regen, Erdbeben oder eine Verschiebung der Gravitation.
Im Moment gehen die meisten Geologen davon aus, dass der Wasserspiegel, der sich nur wenige Zentimeter unter dem ausgetrocktnetem Seebet befindet, bei nächtlichem Regen derart ansteigt und bei den Felsen für Aquaplaning sorgt. Aber selbst wenn die Felsen auf dem Wasser rutschen würden, wären Windgeschwindigkeiten von mindestens 280 km/h nötig, um die Felsen auf eine so hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen.
Der Geologe Bob Sharp forschte auf eigene Faust und suchte sich 30 Felsen aus, die er über Wochen hinweg beobachtete. Nach Beendigung seiner Untersuchungen ist er jedoch kein Bisschen schlauer, als zuvor. Er kann sich weder die Bewegung der enorm gewichtigen Felsbrocken erklären, noch die Tatsachte, dass 7 seiner 30 Steine vollends verschwunden sind.
freenet.de no 32
Euer Lord Bär