Herkömmliche Foto-Kameras; egal ob nun Digital oder nicht; haben einen entscheidenen Nachteil: Das Fokussieren des Objekts. Bei manchen Kameras dauert es zu lange; bei anderen funktioniert es nicht einwandfrei.
Wissenschaftlern ist es nun gelungen, eine Kamera zu entwickeln, die ganz ohne Fokussieren auskommt.
Das Fokussieren dauert bei herkömmlichen Kameras zwischen 0,3 bis zu über weit 1 Sekunde; je nach Qualität der Kamera. Wenn die Kamera keine Auto-Fokus-Funktion besitzt, man also manuell fokussieren muss, dauert das mitunter noch erheblich länger. Für spontane Fotos ist es nach dieser Zeitspanne allerdings oftmals schon zu spät. Zudem funktioniert die Auto-Fokus-Funktion nicht immer wie gewollt. Wenn man z.B. einen Maschendrahtzaun vor seinem Objekt stehen hat, dann wird dieser bei manchen Kameras anvisiert; und das Objekt bleibt unscharf.
Bei der neuartigen Kamera der Stanford University bedarf es keiner solche Fokus-Funktion. Das Fokussieren ist vollkommen überflüssig. Man knippst sein Foto und gut ist. Das Scharfstellen macht man dann hinterher am PC mit einem speziellen Programm. Man könnte somit genau den Teil scharf stellen, den man hervorheben möchte; oder auch gleich das komplette Foto. Derartiges ist weder bei einer herkömmlichen Digi-Cam, noch einer Spiegel-Reflex-Kamera möglich.
Ermöglicht wird dies hier nur durch eine hauchdünne Folie aus 90.000 Mikrolinsen, die jeweils nur einen Durchmesser von 125 Mikrometern haben. Diese Folie befindet sich genau hinter der Hauptlinse und sorgt dafür, dass jeder Einfallswinkel und Intensität eines jeden Lichstrahls regestriert und somit später angepasst werden kann.
Diese Technik wird sich bei Überwachungs-Kameras als sehr votreilhaft erweisen, da die Technik dann auch im Dunkeln scharfe Fotos liefern kann. Und auch bei Sportfotographien wäre man dann in der Lage, blitzschnell scharfe Fotos zu schießen. Ob das neue System auf für den Durchschnitts-User bezahlbar wird, bleibt abzuwarten.
wissenschaft.de no 15
Euer Lord Bär