Täglich werden tausende Organe von einem Körper in einen anderen transplantiert. Aber was passiert genau, wenn ein Organ den Körper wechselt? Wird dabei nur das Organ transplantiert; oder wechselt da noch mehr den Besitzer?
Das Leben von Debbie Vega hat sich seit ihrer Herztransplantation total verändert. Jedoch auf andere Weise als man es vermuten sollte. Das erste, wonach sie nach der langen Operation verlangte, war ein kühles Bier; obwohl sie vorher nie Alkohol getrunken hat. Desweiteren liebt sie seit ihrer OP Fast Food, was sie vorher nicht ausstehen konnte. Selbst ihr Musikgeschmack hat sich von Klassischer Musik in Rap verändert.
Um zu verstehen, warum sie sich seit der Operation so sehr verändert hat, suchte sie die Familie des verstorbenen Organspenders auf. Dabei stellt sie fest, dass er genau diese Vorlieben hatte, bis er tödlich verunglückte. Offenbar wurden einige Persönlichkeitsmerkmale vom Spender auf Debbie übertragen.
Doch der Fall Debbie Vega ist keinesfalls ein Einzelfall. Neuere Studien zeigen, dass bis zu 31% der Transplantationsempfänger eine Persönlichkeitsveränderung zeigen. Viele glauben sogar, eine Verbindung zu dem verstorbenen Organspender zu spüren. Einige berichten davon, Fähigkeiten von ihren Spendern geerbt zu haben; andere wiederum deren Ängste.
So ein Junge, der das Herz eines ertrunkenen Kleinkinds implantiert bekam und seitdem panische Angst vor Wasser hat. Doch das Kleinkind hatte vermutlich nur im Moment des Ertrinkens Angst vor dem Wasser. Folglich muss diese Angst binnen weniger Sekunden in die Seele integriert worden sein, denn sonst wäre die Angst ja nicht mit übertragen worden. Doch wird die Seele; und mit ihr auch ihre Ängste, in das Herz übertragen und dort gespeichert?
Die Antwort auf die Frage könnten Neurotransmitter sein. Diese sind chemische Substanzen, die im Gehirn und auch im Herzen zu finden sind. Sie sind der Weg für eine direkte neurochemische und elektrochemische Kommunikation zwischen Herz und Hirn. Das Herz erzeugt ca. 5 Volt; ausreichend um eine Konversation mit dem Gehirn zu führen; so Professor Schwartz. Also könnte ein transplantiertes Herz Informationen vom alten Gehirn an das neue weitergeben und so die Ängste und Fähigkeiten übertragen.
Natürlich ist die Theorie der Seelenübertragung bei Organtransplantationen sehr umstritten; und doch würde sie vieles erklären.
Wie denkt Ihr darüber? Haltet Ihr dies für möglich? Habt Ihr schon eigene derartigen Erfahrungen sammeln können? Eure Meinung ist gefragt!
freenet.de no 11
Euer Lord Bär
