Gibt es einen Gott? Gibt es etwas wie das Schicksal? Gibt es einen Sinn des Lebens? Gibt es Leben außerhalb der Erde? Existieren wir überhaupt; oder ist die Realität wie wir sie sehen und spüren nur eine Einbildung? … Ich habe mir diese und andere Fragen mehr als einmal gestellt; vermutlich sogar mehr als 100 Mal! Ich habe auf allen möglichen Seiten im Web und in Büchern versucht, eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Ich dachte stundenlang und tagelang darüber nach. Nach 23 langen Jahren hab ich die (meiner Meinung nach) einzig logische Erklärung für alles gefunden. Nun kenne ich die Wahrheit. Ich warne Euch allerdings ausdrücklich davor, weiterzulesen! Ich warne Euch! Ich warn Euch doppelt! Wenn Ihr jetzt weiter lest, dann könnte unter Umständen Euer Leben oder Euer Weltbild nie wieder das gleiche sein! Ich übernehme keine Haftung für eventuelle unvorhergesehenen Handlungen Eurerseits! Wenn Ihr weiter lest, tut Ihr dies auf Eure eigene Verantwortung!
Also: Ich bin fest davon überzeugt, dass unser aller Leben vorbestimmt ist! Und ich rede hier aber nicht vom Schicksal! Unser Leben und unser Handeln ist vorbestimmt; wir haben keinerlei Entscheidungsfreiheit; wir haben keinen eigenen Willen; wir sind Sklaven der Kausalität! … Bevor ihr lacht; lest weiter!
Kausalität: Aktion – Reaktion; Ursache und Wirkung. Die Kausalität besagt, dass auf einen bestimmten Ausgangszustand immer und immer wieder der gleiche Folgezustand folgen wird, sofern die Aktion, die die Veränderung hervorruft, auch immer die gleiche ist. Ohne Möglichkeit zur Abweichung folgt so ein Zustand auf den nächsten. Ein Beispiel: Wenn man einen Flummi hoch in die Luft wirft, dann wird er immer und immer wieder auf der gleichen Stelle liegen bleiben wie beim ersten Mal; sofern die Ausgangsbedingungen und die Aktion (der Wurf) an sich gleich sind! In der Praxis sieht das Ganze aber schon ganz anders aus. Wer das mal probiert hat, weiß, dass ein Flummi so gut wie nie zwei Mal auf der gleichen Stelle liegen bleibt. Aber das liegt daran, dass sowohl die Ausgangsbedingungen als auch die Aktion immer verschieden sind; wenn auch nur ein ganz kleines Bisschen. Denkt an den Wind; die Wurfrichtung und Wurfstärke; Rotation des Flummis; Schallwellen (von Flugzeugen); Luftfeuchtigkeit; Temperatur, Gravitations-Veränderungen z.B. durch den Mond… Aber Ihr müsst natürlich auch auf sub-atomarer Ebene denken… Wenn dies alles gleich bleiben würde, dann würde der Flummi tatsächlich immer wieder auf der gleichen Stelle liegen bleiben.
Wenn man diesen Gedanken etwas weiter strickt, dann kommt man unweigerlich zu der Frage, ob auch wir Menschen (unser Handeln, unsere Persönlichkeit…) einzig und allein von der Kausalität abhängig sind. Die Antwort ist ganz klar: „JA“! Physiker, Astronomen und auch Hirnforscher sind ebenfalls dieser Meinung. Diese haben nämlich eindeutige Hinweiße gefunden, dass es keinen eigenen Willen geben kann.
Ergo: Wenn unser Körper und auch unser Verstand nichts weiter als das Ergebnis einer Dauerreaktion, welche schon seit dem Urknall (oder noch viel früher) unabänderlich seinen Lauf nahm, ist, dann stand auch schon damals fest, dass Ihr hier und heute diesen Text lesen werdet. Ihr hattet also niemals die Wahl, ob Ihr diesen Text lesen werdet, oder nicht; Ihr tut es einfach. Ihr glaubt zwar zu wissen, dass es einen Grund gibt, warum Ihr Euch so entschieden habt, aber es gibt keinen. (Diese Aussage ist nicht ganz korrekt! Es gibt für alles einen Grund; aber wir Menschen sind nicht in der Lage diesen Grund vollkommen zu verstehen. All umfassend kann man also sagen: Der einzige wirkliche Grund, den es gibt, ist die Kausalität an sich.)
Wenn man den noch Gedanken ein Bisschen weiter strickt, wird man sich die Frage stellen: „Wer oder was bin ich überhaupt?“ Denn: Wenn man keinen freien Willen besitzt, und unser Körper nur der Kausalität gehorcht, dann gibt es keine Definition von „Leben“ oder einem „Ich“. Eine Lösung für dieses Problem der Definition endet in einem Paradoxon. Denn wie viel Sinn macht eine Definition einer Sache, wenn man niemals eine andere Wahl hatte, als es genau so zu definieren, wie man es tut. Ergo ist Wissen, oder besser gesagt Intelligenz, eine Einbildung. Genauso wie Gefühle wie Liebe oder Hass. Sie alle beruhen auf den Gesetzen der Kausakität.
Und wenn man wiederum diesen Gedanken bis zu Ende strickt, dann muss man sich die Frage stellen, ob das ganze Leben an sich eine Einbildung ist. Vielleicht sind wir nur ein Teil einer Simulation von höheren Wesen. Vielleicht sind wir alle nur eine Art Traum eines einzelnen Wesens; welches möglicherweise gar nicht weiß, was es ist. (Denkt mal an einen Koma-Patienten, der einen ewig langen Traum hat und sich nicht an sich selbst erinnert.) Vielleicht sind wir nur Variablen in einer endlos langen Gleichung. Auf die Frage, was genau wir sind, habe selbst ich keine Antwort. Noch nicht…
Ich weiß nur eins: Je länger man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto unscheinbarer und unwichtiger fühlt man sich selbst. Man glaubt, dass das eigene Handeln eh keinen Sinn hätte, da es ja nie hätte anders kommen können. Das ganze Leben scheint vollkommen sinnlos. Selbstmordgedanken sind vorprogrammiert. Oder man entscheidet sich für das gesündere Gegenteil; und sagt dann dem Richter, dass seine Tat doch schon seit dem Urknall unveränderbar feststand. Dann würde der Richter allerdings antworten: „Genauso lange stand auch schon dein Urteil fest!“ Man kann dieses Wissen um die Kausalität also keineswegs als Ausrede benutzen. Aber es beantwortete (zumindest mir) einige Fragen. Aber dennoch: Allein der Gedanke, dass man sich nicht entscheiden kann, ob man nun links oder rechts an einem Baum vorbei läuft; dass man sich nicht entscheiden kann, wen man lieben will; dass man nie einen Sinn im Leben finden kann; … Dieser Gedanke reicht aus, damit sich mein Magen um die Leber wickelt.
Nun habt Ihr 2 Möglichkeiten. Entweder Ihr denkt Euch: „Was redet der da für ein Blech daher?? Is doch alles Quatsch! ICH entscheide über mein Leben!“ Oder aber Ihr spinnt den Gedanken noch ein wenig weiter und kommt hoffentlich zu dem gleichen Schluss wie ich: Vielleicht macht es wirklich keinen Sinn, Freundschaften zu pflegen; vielleicht macht es keinen Sinn, sich in seinem Job anzustrengen; und vielleicht macht es auch keinen Sinn dieses sinnlose Leben weiter zu führen. Aber es macht ganz sicher erst recht keinen Sinn, seine Freunde zu vernachlässigen; sich hängen zu lassen; seinen Job zu verlieren oder sich gar umzubringen. Denn im Grunde genommen ist es völlig egal, ob wir nun einen freien Willen haben oder nicht. Wichtig ist nur eins: Dass man selbst glücklich ist. Wird man dies nun, indem man einen Job hat, der einem Spaß macht; oder Freunde hat, die einen so mögen wie man ist; oder eine Beziehung führt, bei der der Partner einen über alles liebt; oder indem man anderen Menschen verhilft, dass sie glücklich werden. Glücklich zu sein sollte das Ziel eines jeden Menschen sein. Und selbst wenn Glück nur eine Illusion ist; so ist es doch eine sehr sehr schöne Illusion, für die es sich zu leben lohnt!
Euer Lord Bär
