Dies ist die Geschichte meiner ersten wirklich großen Liebe. Im Grunde ist es eine Zusammenfassung der Ereignisse während dieser Zeit, bis hin zum bitteren Ende. Mittlerweile habe ich diese Zeit ziemlich verkraftet. Und ich fühle mich verpflichtet, diese Geschehnisse aufzuschreiben, bevor sie irgendwann endgültig in Vergessenheit geraten… Also… Los gehts…
Ich durchlebe zur Zeit eine sehr wechselhafte Zeit. Ich bin hin und her gerissen. Zum einen bin ich der glücklichste Mann der Welt, und auf der anderen Seite, der Traurigste. Grund für diese Situation ist; wie könnte es anderes sein; eine Frau.
Ich bin äußerst glücklich, dass ich sie kennen gelernt hab; dass ich für eine kurze Zeit ein extrem wichtiger Mensch in ihrem Leben war. Und ich bin sehr dankbar für die vielen unbeschreiblich schönen Stunden, die ich mit ihr verbringen durfte. Aber zugleich bin ich zutiefst traurig, dass diese Zeit vielleicht für immer Vergangenheit bleiben könnte…
Ich lernte sie durch meinen besten Freund im April 2006 kennen, mit dem sie nach wenigen Wochen zusammen kam. Aber schon bald stellte sich heraus, das wir beide eigentlich sehr viel besser zu einander passen, als die beiden. Wir konnten uns über einfach alles unterhalten. Uns wurde nie langweilig. Und wenn uns doch mal langweilig wurde, erfreuten wir uns an simplen Dingen, wie dem Singen von Songs; oder dem Naßspritzen mit Wasserflaschen auf Skates; oder dem gegenseitigam Zulächeln im Rückspiegel eines Autos. Dass man bei solchen Dingen derat viel Spaß haben kann, hätte ich mir nie träumen lassen. Und auch sonst hatten wir unheimlich viele Gemeinsamkeiten. Vom ähnlichem Film-Geschmack über (teilweise) ähnlichen Musik-Geschmack bis hin zu unserem praktisch identischem Humor. Es war einfach eine magische Zeit.
Und irgendwann kam die Zeit, wo sich meine Zuneigung zu ihr in wahre Liebe verwandelte. Pflichtbewußt sprach ich natürlich erst mit meinem besten Freund über das weitere Vorgehen. Und ich hätte mir das ganze ja auch ausgeredet, wenn da nicht immer wieder konkrete Anzeichen gewesen wären. Ich will nicht näher ins Detail gehen; aber sie hatte was für mich empfunden. Das steht fest. Und schon bald wußten sie und ihr Freund, dass ich mich in sie verliebt hatte. Aber es hat funktioniert. Die Freundschaft zu ihr war wie vorher; oder noch enger. Und zwischen meinem besten Freund und mir gabs auch keinen Streß.
Dann kam der Tag, an dem sie sich von ihm trennte. (Ende Juni) Aber es kam anders, als erhofft. Am gleichen Tag lernte sie meinen Blutsbruder kennen; und verlbiebte sich recht schnell in ihn. Natürlich wußte schon bald auch er, dass ich in sie verliebt bin. Und sie befürchtete, dass er deswegen “abdanken” würde. Doch da mir ihr Wohl (ungelogen) wichtiger ist, als mein eigenes, gab ich meinen Segen. Ich will nur, dass sie (und natürlich auch er) glücklich ist. Auch jetzt war die Zeit für mich super. Oft wartete sie schon vor meiner Haustür, bis ich von der Arbeit kam. Wir verbrachten fast jeden Tag gemeinsam, da ihr Freund (mein Blutsburder) oft nur am Wochenende Zeit hatte. Und nicht zuletzt war die Zeit deswegen super für mich, weil sie mir eines schönen Tages eine Beziehung mit ihr versprach. Und dass obwohl sie gerade erst mit meinem Blutsbruder zusammen kam. Sie sagte, dass eine Beziehung mit dem besten Freund (mir) sehr lange halten kann, da er eben schon alles über sie weiß; und sie nie verletzen würde. Und damit hat sie auch recht.
Doch wieder kam es anders. Aus familieren Gründen zog sie von ihrem Zuhause weg. (Ende Juli) Über 100 km entfernt von hier. Wir hatten beide Angst, dass die Freundschaft dadurch kaputt gehen könnte. Aber ich war zuversichtlich. Und bei unserem ersten Telefonat war ich mir sicher: Dies ist nicht das Ende! Wir hatten am Telefon fast genau so viel Spaß, wie wenn wir uns gesehen haben.
Doch… Ihr werdet es erraten… Es kam anders. (Anfang August) Sie trennte sich von meinem Blutsbruder. Und aus einem mir heute unbegreiflichem Grund, hab ich sie dann für 2 bis 3 Wochen unter Druck gesetzt. Zum einen hab ich sie wohl mit meiner Liebe genervt. Zum andern hab ich mir total die Sorgen gemacht, wenn mal ihr Handy (ein paar Tage lang) aus war, oder Ähnliches. Folglich hab ich ihr noch mehr SMS geschrieben und sie damit noch mehr genervt. … Ein Teufelskreis. Das war ein großer Fehler! Seither hat sie nie mehr zurück geschrieben. Und das einzige Telefonat, an dem sie ran ging, verlief nicht gerade gut. Aber es hätte auch noch schlimmer verlaufen können.
Ich schrieb ihr eine sehr sehr lange SMS.(Mitte Oktober) Die längste, die ich je geschrieben habe. Darin hab ich sie an die schönen Zeiten erinnert, die wir gemeinsam verbracht haben; und sie darum gebeten, dass sie mich nicht als den Typen, der sie nervte, in Erinnerung behalten soll, sondern als den Mann, den sie einst liebte, und der sie für den Rest seines Lebens lieben wird! Es war als Abschieds-SMS gedacht. Zu meiner Verwunderung hatte sie diese SMS beantwortet. Danach hatten wir über eine Stunde telefoniert. Und wir hatten viel Spaß dabei. Zwar nicht ganz so viel, wie damals. Man merkte, dass sie das ganze wohl sehr mitgenommen hat. Aber wir hatten trotzdem Spaß. Doch machte sie mir klar, dass die Freundschaft im Moment nicht weiter gehen kann. Ein Grund (d.h. wohl, es gibt mehrere) ist, dass ihr neuer Freund, der die ganze Nerverei auch mitbekommen hat, die Freundschaft aus verständlichen Grunden nicht will. Dann wurden wir unterbrochen. Ich konnte leider nicht erfahren, wann und wie sie die Freundschaft weiter führen will. Also schrieb ich ihr eine SMS, dass ich die Freundschaft als “unterbrochen” und nicht als “beendet” ansehe; und dass ich glaube, dass sie das genau so sieht. Seitdem hab ich nie wieder ein Lebenszeichen von ihr gehört.
Um Weihnachten dacht ich mir: “Jetzt ist schon wieder viel Zeit vergangen. Sie wird sich bestimmt freuen, wenn ich sie anrufe.” So I did. Doch leider war ihr Handy schon wieder aus. Seit Weihnachten hab ich es nie wieder probiert. Aber der Zustellungs-Bericht der SMS von Weihnachten kam bis heute nicht bei mir an.
Es kann viele Gründe geben, warum ihr Handy nicht an ist und warum sie sich nicht meldet. Hunderte. Und ich hab wirklich monatelang über mögliche Gründe nachgedacht; und über die Wahrscheinlichkeit der einzelnen Gründe; und mir Gedanken darüber gemacht, was wohl jetzt am besten wäre. Wirklich schlau bin ich nicht geworden. Und mir gehen auch die Alternativen aus: Ihr Handy ist aus. Eine Festnetznummer hab ich nicht. Adresse auch nicht. Internet hat sie keins.
Fragen über Fragen über die ich mir jahrelang den Kopf zerbrechen kann, und trotzdem nicht schlauer, als am ersten Tag bin.
Jetzt versuche ich halt, sie in bester Errinnerung zu behalten. Ich versprach ihr einst, dass wenn sie in einem, oder in zehn Jahren an meine Haustür klopft, ich sie empfangen werde, wie die Frau, die ich für immer lieben werde. Und ich hab auch nicht vor, dieses Versprechen zu brechen. Immerhin ist sie was ganz besonderes. Jemand ganz besonderes. Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass ich 2006 der Liebe meines Lebens begegnen würde, hätte ich kein Wort geglaubt. Oder hätte er mir gesagt, was ich für Dinge machen werde, nur damit sie glücklich ist. Oder, dass ich ein Lied* einzig und allein für sie (um-) schreiben werde… Das hätte ich nie von mir gedacht.
So… Das war sie. Die *bitter-sweet Story*, die sich “Leben” nennt. In diesem Sinne…
* Wenn Ihr jetzt denkt, Ihr könnt den Songtext von dem Lied lesen, muss ich Euch enttäuschen! Wie gesagt. Ich hab das Lied nur für sie geschrieben! Für niemanden sonst. Und wenn ich sie niemals wieder sehen sollte, dann nehme ich es halt mit ins Grab. Auch wenn ich es zutiefst bedauere, dass ich nie die Möglichkeit bekam, ihr das Lied vorzusingen. Nun denn…
gez. 29.1.2007
Euer Lord Bär